Neuer Schlüssel zu mehr Cybersicherheit in der Medizintechnik

Spitäler, Hersteller und Aufsichtsbehörde diskutieren an erster H-CSC-Konferenz über Verbesserungsmöglichkeiten zur Abwehr von Cyberangriffen und planen effiziente Massnahmen.

Cybersicherheit im Gesundheitswesen ist zur Gemeinschaftsaufgabe geworden. An der ersten Konferenz des Healthcare Cyber Security Center (H-CSC) haben heute Schweizer Spitäler, Medtech-Hersteller und die Aufsichtsbehörde Swissmedic gemeinsam diskutiert, wie vernetzte Medizinprodukte und dadurch Patientinnen und Patienten besser geschützt werden können. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Vereinigung Gesundheitsinformatik Schweiz (VGI.CH) organisiert und fand am Inselspital Bern statt.

Die Teilnehmenden beleuchteten, wie Teamarbeit über Organisationsgrenzen hinweg gelingt – innerhalb der Spitäler, zwischen den Institutionen und im Austausch mit Industrie und Regulierung. Im Fokus standen praxisnahe Erfolgsfaktoren für mehr Sicherheit in einer zunehmend digitalisierten Medizintechnik.

Cybersicherheit gewinnt an Dringlichkeit

«Cybersicherheit in der Medizintechnik ist längst zu einem strategischen Thema geworden», sagt Urs Meier, CISO der Insel Gruppe, Vorstandsmitglied H-CSC und Gastgeber der Konferenz. «Die Gründung von H-CSC im vergangenen Sommer hat viel bewegt. Unser Ziel ist es nun, gemeinsam mit allen relevanten Partnern konkrete Lösungen für mehr Sicherheit im klinischen Alltag zu entwickeln.»

Auch die Perspektive der Spitalinformatik wurde aktiv eingebunden. Edith Capitani, Vorstandsmitglied VGI.CH und Mitglied H-CSC, betont: «Gemeinnützige Organisationen wie die VGI.CH und das H-CSC schaffen Räume, in denen sich die Spitäler austauschen, voneinander lernen und gemeinsame Positionen erarbeiten können. Nur gemeinsam können wir die Cybersicherheit vernetzter Medizinprodukte nachhaltig stärken.»

Breite Beteiligung aus dem Gesundheitswesen

Über 60 Fachpersonen aus Cybersicherheit, Medizintechnik, IT-Sicherheit und Medizininformatik nahmen an der Konferenz teil – aus Spitälern, Kliniken und weiteren Organisationen des Gesundheitswesens. «Die heutige Konferenz ist ein wichtiger Meilenstein», sagt Thierry Menoud, CISO des Freiburger Spitals und Mitglied H-CSC. «Sie zeigt, dass die Spitäler, die Hersteller und die Aufsichtsbehörden die Zusammenarbeit ausbauen möchten, um die Situation zu verbessern. Die Vernetzung von Medizinprodukten bringt grosse Chancen – aber auch Risiken. Diese lassen sich nur im Schulterschluss wirksam reduzieren.»

Über das Healthcare Cyber Security Center

Das H-CSC wurde am 28. August 2025 von 18 Schweizer Spitäler gegründet und ist die erste landesweite Cybersicherheits-Initiative für Spitäler. Es fungiert als Plattform für den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitseinrichtungen. Ziel ist es, bestehende Fähigkeiten auszubauen und Synergien zu schaffen, sodass Prävention, Erkennung und Eindämmung von Cybervorfällen nachhaltig gestärkt werden. Heute zählt der gemeinnützige Verein 31 Mitglieder, die Schweizer Kliniken, Spitäler und Spitalgruppen vertreten.

Medienauskunft 

Sophie Nägeli, Generalsekretärin H-CSC
[email protected] 
www.h-csc.ch

Bilder der Konferenz zum Download ab dem 21.11.2025 um 15.00 Uhr: Dateien – Switch Drive